Weide

Kaum eine andere Baumart kann so viele Unterarten wie sie vorweisen. Bis heute sind an die 450 Weiden wissenschaftlich katalogisiert worden. Dabei wachsen sie in feuchten Regionen und sogar im Wasser. Aber die Weide ist auch seit der Antike als Heilpflanze bekannt.

Die medizinische Wirkung der Weide

Weiden bilden eine große Familie. Sie gedeihen in Sümpfen und Wäldern mit großem Wachstum ebenso wie als Strauch und Hecke im heimischen Garten. Durch ihre unterschiedliche Blattstruktur sind sie jedoch mitunter nur schwer zu deuten. Früher war sie als Nutz- und Heilpflanze insgesamt bekannter. Aus ihrer Rinde lässt sich nämlich ein Tee zubereiten, der gegen Rheuma und Fieber hilft. Die Gerbstoffe Salacin, Fragilin und weitere Inhaltsstoffe sind dafür verantwortlich.

Was bei der Pflanzung beachtet werden muss

Die Samen von Weiden sind sehr klein und können schnell fehlgedeutet werden. Damit hinterher kein unerwünschter Baumriese im Garten gedeiht, sollte die Auswahl daher gut abgestimmt sein. Weiden können selbst Hänge und abschüssiges Terrain besiedeln. Diese Eigenschaften haben die meisten Weiden:

  • resistent gegen Frost
  • pflegeleicht
  • oftmals starker Wurzeltrieb
  • die Blüten locken Bienen an
  • Blätter als Tierfutter verwendbar
  • geringes Risiko bei Schädlingsbefall

Die weide schneiden und Tipps zur Verwendung der Rinde

Bereits im Mittelalter wurden die Blätter der Weide dazu verwendet, den Harntrieb anzuregen. Große Aufmerksamkeit erhält heutzutage jedoch weiterhin die Rinde, die getrocknet und aufgebrüht einen wirkungsvollen Tee ergibt. Ganz ähnlich wie ein Aspirin nimmt der Körper dabei die Bestandteile auf und wandelt diese in schmerzlindernde Substanzen um. Die insgesamt pflegeleichte Weide benötigt Jahr für Jahr einen starken Rückschnitt zwischen Frühjahr bis Sommer. Steht bereits eine große Weide im Garten, sind erfahrungsgemäß mehrere Helfer notwendig.

Fazit: Ein Baum mit heilender Wirkung

Die Weide ist allgemein als Nutzpflanze für Flechtarbeiten bekannt. Doch aus ihrer Rinde lässt sich ein schmerz- und fiebersenkender Tee aufkochen. Historisch gilt sie als Vorläufer von modernen Schmerzmitteln. Eine weide schneiden ist sehr einfach, die starken Triebe vertragen sogar drastische Rückschnitte.

Bildrechte: By Maja Dumat (Flickr: Weide (Salix hookeriana)) [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons

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